… neue welt

„internet ein rechtsfreier raum?“
„internet, der ort, an dem alles möglich ist?“
ich kann sowas nicht mehr hören. vorgestern ist endlich das video zu meinem lieblingslied vom neuen frank turner album im internet geboren veröffentlicht worden. via msn. wenn ich auf die seite gehe, erscheint der hinweis, dass ich zum betrachten des videos ein plugin benötige, das nur im 32-bit-modus funktioniert. konsequenz: warten.
einen tag später, endlich, gibt es das video auch auf youtube. weltweit? mit nichten. in deutschland? zur zeit nicht, denn:

„leider ist dieses video in deutschland nicht verfügbar, da es musik enthalten könnte, für die die gema die erforderlichen musikrechte nicht eingeräumt hat.
das tut uns leid.“

„es muss alles seine ordnung haben,“ kann ich übrigens auch nicht mehr hören!

google street view diffus

stell dir vor, du arbeitest bei einer firma die google street view toll findet und unterstützen möchte. weil die eine jemanden kennt, der von einem anderen etwas gehört hat, weil hinz und kunz ihm übereinstimmend und zuverlässig mitgeteilt haben, wann das streetview-auto vorbeifährt, sammelt das unternehmen sämtliche mitarbeiter um sich, um rechtzeitig auf der straße präsenz zeigt. google street view diffus weiterlesen

flattr open beta

beutekunst es tut sich was bei flattr.
nachdem zwischenzeitlich auch wikileaks die illustre gruppe der early adopter mit exklusiver einladung bereicherte, ist die closed beta-phase nun abgeschlossen und alle dürfen, jeder kann, keine muss: flattr ist seit heute open beta und dabeisein auch ohne einladung möglich. zu flattr hatte ich bereits etwas geschrieben und wenn es so weitergeht, werde ich weiterhin über flattr berichten. denn: es macht spaß und es bleibt vielversprechend.

mit der open beta gibt es interessante neuerungen. user haben nun die möglichkeit mit dem flattrn via twitter oder facebook andere darüber auzuklären, dass sie gerade geld ausgegeben haben. so werden es zumindest wohl ein paar kritiker sehen. wenn man aber mal das geld außen vor lässt (je nach einsatz und monatlichen klicks kann der wert wahrlich enorm schwanken), greift flattr nur das auf, was sich schon seit längerem bewährt und von vielen praktiziert wird: empfehlungen. denn wenn mir etwas wert ist, geflattrt zu werden, ist die wahrscheinlichkeit groß, dass ich auf anderem wege meine freunde, meine follower und der welt insgesamt darauf hinweisen möchte. warum also nicht diesen schritt integrieren?! eben!
es gibt nur drei dinge, die ich hier anmerken muss

  1. weil nicht alle an flattr teilnehmen (werden), scheitert auch dieser versuch, den digitalen empfehlungskanal zu vereinheitlichen. zur zeit empfehle ich den unterschiedlichen gruppen via google reader, twitter, last.fm, facebook, youtube, weblog. möglich wären noch linkedin, xing und was weiß ich. immerhin setzt flattr an zwei der von mir gesetzten plattformen an, sofern ich mich dazu durchringe, dies auch zu tun. alle erreiche ich allerdings trotzdem nicht.
  2. diejenigen, die ich erreiche, könnten abgeschreckt werden. anstelle (mitunter geistreicher) authentischer meldungen, schreibt flattr für mich eine empfehlung nach der anderen in das internet, weil ich möglicherweise gerade einen text nach dem anderen flattrrr. lustigerweise habe ich gerade im bezug auf last.fm weniger skrupel (musik eben). doch so wie ich vor bezahlten tweets oder statusmeldungen zurückschrecke, kann ich ein mulmiges gefühl nicht verheimlichen.
  3. es ist geld im spiel … das passt nicht jedem und manch einer legt es vielleicht drauf an, dass in den für ihn passenden und für mich falschen hals zu bekommen.

punkt 3 gilt auch für die zweite möglichkeit, die flattr nun anbietet. denn flattr promoted auf wunsch auch das, was man nicht nur den lesern, sondern auch flattr mitteilt. analog zu meinen automatisierten „frisch gebloggt“-tweets, die neuste blogeinträge in die welt hinausflüstern, könnte ich das also auch flattr überlassen. vielleicht würde ich dann auch so weit gehen und „hast du mal nen flattr?!“ sagen, spaß muss sein. aber zur zeit werde ich auf diese möglichkeit wohl verzichten.

flattr gibt mir eine möglichkeit zur hand, für das, was ich mir nehmen darf, auch etwas zurückzugeben. das ist mir wichtiger, als am ende des monats meinen schnitt zu machen. nachdem vor einigen jahren das internet im allgemeinen und blogs im speziellen in meinem alltag damit begannen, abonnements überflüssig zu machen, kann ich nun das geld (dass ich dummerweise seitdem nicht gespart und zinsträchtig angelegt habe) denen zukommen lassen, dank denen ich an anderer stelle eben sparen kann. „man muss nicht immer nur nehmen, man muss sich auch mal geben lassen können“. es ist irgendwie paradox: ich verdiene nichts an flattr, aber es gibt mir vieles.

olympiade – vorabinformation

da am 8. august die XXIX. olympischen spiele in peking bevorstehen und weniger mit boykott, dafür sicherlich mit anderen sanktionen oder maßnahmen zu rechnen ist (liebe trittbrettfahrer, vorsicht!) ein kleiner hinweis vorab:
olympiade bezeichnet die zeit zwischen zwei olympischen spielen, nicht die spiele selbst.