the secret life of walter mitty

ich weiß nicht mehr genau wann, aber vergangenes jahr schickte mir matze den trailer für „the secret life of walter mitty“:

ich kann nicht mehr sagen, was mich mehr anfixte. war es die musik? waren es die bilder? war es das zu erwartende „mann bekommt frau, die in einer andere liga spielt“-ding?
jetzt komme ich gerade aus dem kino und weiß es noch immer nicht. was „punch drunk love“ für adam sandler war, „eternal sunshine of the spotless mind“ oder „man on the moon“ für jim carrey, ist nun wohl „the secret life of walter mitty“ für ben stiller. nicht dass auch nur einer der drei meines erachtens nötig hätte krampfhaft zu beweisen, was er schauspielerisch drauf hat, aber wenigstens einmal bleibt klamauk außen vor. einmal erspart man sich und allen anderen klamauk.
es gibt schließlich auch mehr zu erzählen. dieses mal eben die geschichte von walter mitty, einem unscheinbaren kerl, der, wenn er sich nicht gerade im kopfkino verliert, sein unspektakuläres leben vor sich hinlebt und funktioniert. bevor er einer intuition folgt, lässt er jeden impuls ins leere laufen und verpasst den augenblick, ganz gleich ob günstig oder ungünstig. so ganz funktionstüchtig ist er also doch nicht.
wäre das kein film, könnte das im bezug auf frauen wohl ein leben lang so gehen. in den 114 minuten, die im film zu verfügung stehen, muss das natürlich eine andere wendung nehmen. außerdem verliert walter auch noch seine stelle. letztgenanntes alleine reichte aus, um rund um und mit george cloony einen ähnlich langen film zu erzählen. bei walter mitty bleibt dies bei einer akzentuierten randnotiz.
„the secret life of walter mitty“ dreht sich mehr darum, wie walter mitty zu sich selbst findet. das gelingt jedoch nicht in den eigenen vier wänden oder auf der abhandenkommenden arbeit, sondern unterwegs: über grönland und island, los angeles bis hin nach afghanistan („in verfahren steckt ‚erfahren‘ drin“, würde p wohl sagen). wahlweise umrahmt von oder eingebettet in schönen landschaften und untermalt von herzzerreißmusik. ein abenteuerfilm, nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. irgendwie immer mit dabei, die angebetete. hier die bezaubernde kristen wiig. antriebsfeder, motivationshilfe (sehr schön: das halbe cover von david bowies „space oddity“, nur ein anderes cover ist schöner.) und scheinbar in einer anderen liga.

naja und diese ganze mischung sorgte dafür, dass ich mehrfach minutenlang mit einer gewaltigen gänsehaut im kino saß. nicht nur wegen island. nicht nur wegen der musik (an der übrigens auch josé gonzález maßgeblich mitwirkte), nicht nur wegen der geschichte. und manchmal bin ich vor lauter stolz fast geplatzt, weil ein großer teil des soundtracks regelmäßig auf dem musikgerät meiner wahl rotiert.
ich hatte durchaus vor, 2014 wieder häufige ins kino zu gehen. meinen film des jahres habe ich vermutlich schon gesehen.






(nicht nur) krümmelmonster aufgepasst: hier gibts cookies. more information

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