juchzend

der gestrige platzregen geht übrigens in meine geschichte ein, als der bislang beste berliner platzregen. ganz ohne schirm und tanztalent, dafür mit iphone und juchzend.
mit mumford & sons im ohr vorbei an den wartenden passanten an der u-bahnstation um die ecke. nach verlassen der u-bahn kurzer check im trockenen, ob alles regendicht ist, und dann die treppe hoch. beim ersten sprung nach oben fast schon in der ersten pfütze ausgerutscht und beinahe vor allen passanten blamiert. der gleichgewichtssinn war außnahmsweise mal mein freund und die treppe ein klacks. aufgetaucht, straße beobachtet und keine abkürzung genommen. juchzend. mumford & sons lief weiter, ich nahm tempo auf. der regen bestand nicht mehr als tropfen sondern glich einem nicht enden wollenden feuchten vorhang. hose und jacke näherten sich in der konsistenz allmählich der umgebung. die pfützen? die waren doch nicht so tief, wie bei normalem regen. seltsam eigentlich. vielleicht entwickelte ich auch ein jahrtausend verloren geglaubtes talent. juchzend.
vorbei an der ehemaligen hausbank. weit und breit keine chance dem regen zu entkommen. zumindest bis zum durchgang auf halber strecke. juchzend. plötzlich aus dem regen raus, aber keine verschnaufpause. bremsen war erst vor der haustür erlaubt. wieder raus in den regen und hinein in die pfützen. die idee mit dem jahrtausend verloren geglaubten talent verworfen. juchzend. kurz überlegt von rennen auf kraulen umzustellen, doch dann die haustür erreicht. juchzend im trockenen und doch völlig durchnäßt. der beste berliner platzregen bislang.

2 Gedanken zu „juchzend“

  1. hrhrhr, ich habs auf dem fahrrad erlebt. nach 2 minuten komplett durchnässt, ab diesem zeitpunkt hats wirklich spaß gemacht. bis zu 30 cm tiefe bäche, direkt bei dir um die ecke. und das beste – das handy in meiner alles andere als regendichten jeans hats überlebt (zumindest bis jetzt) :)

    1. ein hoch auf die technik.
      und ein wunder, dass der keller trocken geblieben und die spree nicht über das ufer getreten ist ;)
      und hey: du hast das wasser geteilt. das gabs früher auch mal.

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