mehr herzblut

bringt stefan kuntz zum blinzeln zwinkern1. sobald ich etwas planungssicherheit habe, geht mein antrag auf verlängerung meiner dauerkarte beim fck ticketshop ein.
mit lautrer herzblut ist alles möglich.
das gilt im idealfall auch für meinen baldigen einstieg ins berufsleben.

  1. ich könnte einen bezug zu martin heidegger herstellen, aber das führt dann zu weit

fritz-walter-stadion, betzenberg

15.31 uhr: der regen prasselt … marcel ziemer hat mit seinem 2:0 die ganze pfalz erlöst. fritz-walter-wetter – wie damals in bern.„*

in vertrauter runde kam ich gestern des öfteren auf das wetter zu sprechen, auch weil ich wusste, dass ein begriff in diesem zusammenhang in den kommenden tagen strapaziert wird.

* ich habe im übrigen kein problem damit, häufiger auf die rheinpfalz zu verlinken. nur scheint das nicht auf gegenseitigkeit zu beruhen, da die meisten texte passwortgeschützt sind. leider.

valborg

thomas von fiket gönnt sich ja zur zeit eine blogpause. das hat er sich sicher verdient, aber als leser von beginn an, noch dazu als ein gründlicher leser, bietet mir das archiv nicht ausreichend ersatz. und gerade in diesen tagen bietet der alltag, gerade in uppsala, sicher einigen anlass für ein paar einträge, denn wie jedes jahr wurde der frühling begrüßt und je nach witterung in großen massen alkohol in noch größeren mengen vernichtet. valborg ist das stichwort (und auch ich hab dazu schonmal ein paar zeilen verloren). dieses bild ist auf den tag genau ein jahr alt:

vallborg

zur erinnerung und zum düpieren lassen

ein student in uppsalalala

valborg, das ist weniger die mehr destruktive deutsche hexennacht in der vorderpfalz, sondern ein gefühlter skandinavischer spring break. mit sehr viel alkohol 1.

während am 30. april schwedenweit hauptsächlich der winter verfeuert wird und der könig in stockholm seinen geburtstag feiert, finden sich in der mit ca. 120.000 einwohnern viertgrößten schwedischen stadt uppsala gefühlte 50.000 junge und junggebliebene menschen ein und feiern.
traditionell beginnt der tag mit einem sektfrühstück. um 7uhr! zu der zeit habe ich allerdings noch in stockholm gepennt. das forsrännigen – eine art seifenkistenrennen mit flößen – um 10uhr habe ich ebenfalls verpasst, allerdings schon im wachzustand und duschend.

nach kurzer und kostenloser zugfahrt (zug überfüllt, valborg-touristen ruhig) warfen sich meine begleiter und ich in den alkoholgeschwängerten wahnsinn. etwa zehn minuten nach der ankunft trafen wir die ersten solna-„mitbewohner“ (alle sympathisch!), weitere fünf minuten später zogen derer 14 (nicht minder sympathisch) durch die historischen gassen. ich war aber leider in anderer mission unterwegs und musste den kreis zugunsten der übernachtungsmöglichkeit und nation-party leider vorzeitig verlassen.

kleiner exkurs: nationen sind in uppsala kleine herkunftspools, die forum und heim in der fremde sein sollen und die sozialaufgaben der uni übernehmen, sowie das partyprogramm unterhalten. exkurs ende.

als nach kurzem bbq auf überfüllter wiese mein gepäck im wohnheim verstaut war, wollten wir (gemütlich eingepegelt) dem uni-rektor und den studenten dabei zusehen wie sie mit einer mütze (die es zum abi gibt) dem frühling zuwinken, wir kamen aber zu spät und zogen zur nächsten nation um uns eine halbe stunde anzustellen. im garten des anwesens gab es eine art wet-shirt-contest in dekadent: champagnergalopp! für den preis von 100 kronen gab es champagner flaschenweise zu kaufen und da die meisten schon seit 7uhr am saufen waren, spritzten und schütteten sich die studenten den inhalt gegenseitig in die augen oder über die klamotten.
vielleicht war es die frische luft oder lag es an der euphorie der menschen,
ich musste mit der ersten müdigkeit kämpfen (liegt wohl auch daran, dass ich ne spaßbremse bin). zur hilfe kam mir eine pfälzerin, deren namen mir nicht mehr einfällt, die ich aber wohl eh nicht mehr sehen werde.

als sich die musikqualität der alkoholquantität anpasste vollzogen wir einen kleinen ortswechsel in die bude einer schwedin, die wohl zum ersten und letzten mal unbedacht ein paar freunde zum kaffee eingeladen hat („ska vi fika?„) und dann etwa 15 kaffee-bailys ausschenken musste. danach gab es eine ruhe pause vor der größten after-valborgåsk-party vor ort. (war es die värmlands-nation?)
die musik war teilweise richtig grausam – hey, ich hab 15 minuten zu hiphop getanzt – aber, da ich mir den kater am nächsten tag ersparen wollte, verordnete ich mir alkoholfreie gute laune und hatte ne menge spaß.

auch wenn die vorzeichen für die feierlichkeiten für mich eher ungünstig waren, denn planmäßig hätte ich gar nicht mitfeiern können, war/bin ich froh, diese gelegenheit dann doch beim schopfe gepackt zu haben. (viel zu wenige) bildeindrücke hier:

vallborg
im hintergrund (nicht zu sehen und nicht zu hören): eine band

valborg @ uppsala
vormerken für meinen nächsten geburtstag und mit einer solchen mütze mir eine freude machen

champagnergalopp
hopp hopp hopp champagnergalopp

vallborg
schlechte musik ins richtige licht gerückt

  1. und einem sehr, dass mindestens 21 „e“ umfasst (da wären auch wieder die parallelen zur pfalz)