kaffeekonsum senken

seit kurzem beschäftige ich mich mit dem thema getting things done, kurz gtd … in der wikipedia). einschlägige quellen (exemplarischer link zu im griff) senden darüber hinaus häufig auch weitere kleine sogenannte „lifehacks„, die manchmal zu kleinen optimierungen im alltag führen, so vielleicht auch mein folgender kleiner (erster bescheidener) tipp für kaffeetrinker:
nachdem meine hochphase des „eine kanne kaffee am tag … minimum“ ärztlich attestiert vorbei ist, führte ein kleiner fehlgriff im supermarkt zu einer ganz angenehmen therapie.
da ich mir aus versehen nur kleine filter für die kaffeemaschine gekauft habe, ist die volle kanne – bei gleicher dosierung – nur noch mit der doppelten oder dreifachen menge an handgriffen möglich. dank meiner bequemlichkeit komme ich so am tag auf etwa 2/3 kanne kaffee. das wird zwar mein arzt noch immer nicht gutheißen, aber irgendwie muss man ja wach werden.

olympiade – vorabinformation

da am 8. august die XXIX. olympischen spiele in peking bevorstehen und weniger mit boykott, dafür sicherlich mit anderen sanktionen oder maßnahmen zu rechnen ist (liebe trittbrettfahrer, vorsicht!) ein kleiner hinweis vorab:
olympiade bezeichnet die zeit zwischen zwei olympischen spielen, nicht die spiele selbst.

silly vespa

kinder wie die zeit vergeht. das jahr 2007 hätte nach meinem geschmack noch gerne fünf tage länger dauern können. nicht, weil es ein besonders tolles jahr gewesen wäre (als alter optimist gilt das ja grundsätzlich), sondern weil noch viel zu erledigen ist. aber so viel weitsicht kann man von einem längst verblichenen papst wohl nicht verlangen. wie auch immer: meinen lesern und dem bekanntenkreis darüber hinaus wünsche ich ein erfolgreiches, gesundheitgesegnetes und unterhaltsames jahr 2008. für mich wird es wohl ein kurz- und längerfristig wegweisendes jahr, aber unter normalen umständen wird sich das meiste davon auf eben dieser seite widerspiegeln.
seit mir gegrüßt.

ein tipp für den abend: „sekt macht dick und man kriegt kein pfand zurück.

und für die konstanzer: the night starts here.

zeitdrang-content

so,
der dritte advent steht bevor (hilfe!) und soll mit glögg begangen werden.
glögg-rezepte gibt es im internet zu genüge, aber mir wäre es recht recht, wenn meine leser mir eine empfehlung geben würden.
wenn also jemand einen tipp hat, ein rezept, das man anderen, also menschen wie mir, ans herz legen kann, würde ich mich freuen, es in den nächsten stunden in den kommentaren zu finden, damit am 16.12. 2 liter rotwein verdelt werden können

firefox 2 und der rechte mausklick mit mac

was mir als apple-nutzer bisher den umstieg auf firefox2 vermiest hat, war der umstand, dass der rechte mausklick auf meinem touchpad nicht funktionierte. in den einstellungen kam ich nicht weiter und auch beim tab-mix-menü blieb eine lösung des problems aus. aber es gibt ja noch herrn s vom nyblog.
seine rechersche war im gegensatz zu der meinigen von erfolg gekrönt.

den rechten mausklick gibt es zurück, indem man „config:about“ in die adresszeile einträgt. im filter dann „click“ eingeben (natürlich beides ohne anführungsstriche) und auf „ui.click_hold_context_menus“ doppelklicken. et voila!


das leben in stockholm – aus praktischer sicht

wie versprochen, die fortsetzung zu: warum eigentlich schwedendie vorgeschichtedas ankommen

ich habe kein konto in schweden eröffnet. das kostete mich zwar bei jedem bankomatenbesuch gebühren, ein verzicht auf ein bier in der kneipe kompensierte diese aber wieder. bierverzicht in schweden fällt bierliebhabern nicht schwer. und so lange man es vermeiden kann, in den staatlichen alkoholläden („systembolagets“) einzukaufen, was mir bis kurz vor schluss auch gelang, lebt der geldbeutel in der ehemals teuersten stadt europas ebenfalls viel gesünder.
braucht man ein konto in stockholm? ich würde sagen: nein. für fünf monate lohnt sich der aufwand nicht. abgesehen von der monatlich zu bezahlenden miete fallen keine kosten an die nicht auch mit kreditkarte/ec-karte beglichen werden können. anders sähe dies sicherlich bei einem aufenthalt von zwei semestern aus. 1

ein arztbesuch blieb mir glücklicherweise erspart, deshalb halten sich die erfahrungen hier auch in grenzen. auf einer orientierungsführung über den universitätscampus, der im sommer zu längeren spaziergängen durchaus einlädt, wurde jedoch auf den universitätsarzt verwiesen. im falle eines falles sicher die ideale erste anlaufstelle.

über das orientierungsprogramm der ersten woche muss eigentlich nicht viel gesagt werden. es ist ein gutes. allerdings haben meines erachtens alle studenten sich für stockholm entschieden, was die notwendigkeit der standortwerbung minimiert (noch dazu in der schwedischen hauptstadt, noch dazu in der stadt, in die es auch die meisten schweden zieht).
zum vergleich gestaltet sich ein orientierungsprogramm für bwl studenten in einer stadt wie beispielsweise freiberg/sachsen ungleich schwieriger, weil in zvs-zeiten nur eine minderheit diesen ort frei wählte. in der stadt am fuße des erzgebirges musste die fachschaft zwei wochen lang die leute bei laune halten, bis sich jeder einigermaßen wohlfühlte. in stockholm strahlten die meisten studenten von vornerein neben sympathischer neugier absolute zufriedenheit aus.

kennengelernt haben sich die meisten dann auch sehr schnell. die meisten, die ich anfangs kennenlernte konnten ebenfalls kein schwedisch. das englische vokabular entstaubte zusehends. aber damit war ja zu rechnen. das war so beabsichtigt.

in schweden spricht auch jeder mensch englisch, es war also auch nicht so schlimm die landessprache nicht sprechen zu können. sobald die einheimischen bemerkten, dass es an der sprache haperte (hapern könnte), schalteten sie höflich von sich aus auf englisch um. dieser umstand sollte diejenigen, die schwedisch sprechen können, nicht entmutigen. mit geduld, höflichkeit und engagement erreicht man in schweden alles. auch die konversation in schwedischer sprache – so jedenfalls meine erfahrung.

zur pflege von kontakten und zur verbesserten koordination eignet sich der kauf einer pre-paid-karte für das handy. die universität empfiehlt stets den tele2-tarif comviq kompis. im sinne des geldbeutels empfielt es sich, dem auch folge zu leisten. ein festnetzanschluss auf dem campus solna ist nicht vorgesehen, allerdings auch nicht nötig. viele schweden melden inzwischen ihren festnetzanschluss ab oder melden erst gar keinen an. für gespräche nach hause empfiehlt sich inzwischen die mitunter kostenlose internet-telefonie. wer keinen laptop sein eigen nennt und/oder niemand auf dem campus kennt (kennenlernt?!), der den laptop ausleihen würde, könnte mit der einer guthabenkarte auf das der allgemeinheit zugängliche telefon in der waschküche zurückgreifen.

  1. an dieser stelle muss ich anmerken, dass ich nach 3 semester studium der bwl zur philosophie gewechselt habe.

das ankommen

gestern ging es ein wenig drunter und drüber und ein auszug der erasmus-bilanz fiel unter den tisch, deshalb folgt hier ein teil und gleich darauf der nächste. Was bisher geschah:
warum eigentlich schwedendie vorgeschichte

regelmäßige e-mails vorab aus stockholm gespickt mit vielerlei informationen (z.b. die namen und e-mail-adressen anderer campus-bewohner) erleichterten den schritt von hier nach dort. mit google earth konnte ich auch mit erhalt meiner temporären adresse einen ersten blick auf den campus werfen und google sei dank, fand ich auch recht schnell auf blogs von vorab- oder immernoch-solna-bewohnern. auch auf diesen seiten gab es interessante informationen.

die winterklamotten waren gepackt, sämtliche unterlagen zur hand und es konnte losgehen. per flugzeug. in stockholm an der tunnelbana(=u-bahn)-station huvudsta wurde mir versprochen solle ich abgeholt werden. so geschah es auch.
in schweden angekommen, sah ich aus der ferne deutschland von einer kältewelle überrollt und musste feststellen, was es heißt, wenn die sonne um halb vier schon längst von dunkelheit abgelöst wurde. für die „richtige“ dunkelheit im dezember war ich allerdings schon zu spät. mein heim auf zeit, war eine hütte von ca. 18 quadratmeter. sehr funktional eingerichtet.

wie schon erwähnt, ich hatte genug gründe, die mich nach schweden zogen. die wissenschaft, eigentlich wesentlicher teil des studiums, blieb außen vor, denn ich konnte mich nicht in schwedischer sprache ausdrücken. so stand ich bei der stundenplanorganisation vor der wahl, entweder nichts verstehend im höheren studium zu sitzen, immerhin stehe ich in deutschland vor dem ersten abschluss, oder die grundlagen im grundstudium zu wiederholen. schließlich funktioniert die philosophie ja weltweit nach den gleichen regeln. so sah ich mich dann auch anfangs mit studenten konfrontiert, die den deduktiven und induktiven schluss zum ersten mal in der theorie vermittelt bekamen und neben den erneuten vermittlung der philosophie-grundlagen war ich mitten drin im schwedischen redefluss.
ein luxus, um den mich wirtschafts-, politik-, jura- und weitere studenten beneideten, die mit englischsprachigen veranstaltungen vorlieb nehmen mussten, allerdings dann auch entsprechende „echte“/fachliche erfolgserlebnisse verbuchen konnten.

der von mir vorab festgelgte stundenplan, wurde vom fachbereichsreferenten, dessen tür für mich immer offen stand, ohne weiteres abgesegnet. dass in schweden anders studiert wird, als in deutschland, war mir klar. ein kurs wird über einen bestimmten zeitraum im semester konzentriert durchgezogen, danach beginnt ein weiterer. dass man sich vorab für eine richtung entscheiden muss, also, dass ich vorher entweder theoretische oder praktische philosophie zu wählen hatte, war mir nicht klar und wurde mir leider nicht – auch nicht vom fachbereichsreferenten – mitgeteilt.
so brach ich unwissend nach 6 wochen aus einer art klassenverband heraus um in einen anderen hinein zu wechseln. dies irritierte zunächst die lehrenden, wie auch mich, aber auch hier fand man schnell zu einer lösung, für alle beteiligten.

ein aspekt des lebens auf dem campus solna ist der, des lebens auf der straße. mein leben lang, werde ich erzählen, dass ich in stockholm fünf monate auf der straße lebte (was ein wenig übertrieben ist, denn ich wohnte ja im stockholmer vorort solna). auf einer stillgelegten zubringerstraße wurden 72 container/hütten (genannt „cabin“) installiert. in zweien davon gibt es internetverbindung (per netzwerkkabel), eine weitere dient als community-cabin, darüber hinaus gibt es noch eine vorratshütte und eine waschküchenhütte. bleibt also noch platz für 67 studenten. alles austauschstudenten.

im sinne von erasmus sicher kein schlechter umstand, schließlich wurden kontakte innerhalb von europa und bis nach kanada geknüpft, dem kennenlernen des schwedischen völkchens diente dies aber nur bedingt. wer wollte, konnte dies mit dem mentorenprogramm der „student union“ kompensieren und darüber hinaus ein t-shirt der universität abstauben. ich zögerte.

die „student union“ fügt sich – meines erachtens – bestens in das land. die gesellschaft ist durchdrungen mit gewerkschaften. nahezu jeder betrieb hat gewerkschaftsmitglieder. konstanz hat durch das landeshochschulgesetz nicht einmal einen echten asta. stockholm auch nicht, dafür gibt es aber die „studentengewerkschaft“, per gesetz. in dieser findet das statt, was in deutschland noch von der uni, den fachschaften und eben den asten veranstaltet wird. der semesterbeitrag geht komplett an die gewerkschaft. trotzdem stand ich am ersten mai nicht auf der straße (naja, immerhin lebte ich dort ja schon).

bevor es zu spät ist

… habe ich hier noch zwei empfehlungen rund um die fußball-weltmeisterschaft:

  • zum einen wäre dies, das wm-journal ’06 von martin blumenau. wer zu faul zum lesen ist, bekommt den text vom autor auch via podcast (direktlink) vorgelesen. hier schreibt/spricht ein fußballkenner mit oftmals interessanten ansätzen, weitab von den kernermatthäusoderselbsternannten-experten.
  • und dann wäre auch noch arnd zeiglers wunderbare welt das fußballs, als podcast (direktlink). hier steht der stets unterhaltsame aspekt des fußballs im vordergrund. eine welt für sich fernab von „der ball ist rund“.