deutschland…

prinzipiell würde ich mich ja schon freuen, auf das sommermärchen. der trailer weckte auf jeden fall das interesse. wenn da nicht die angst des tormanns vor dem elfmeter wäre, die gesamte durchaus sympathische mannschaft händchenhaltend im kreis stehen zu sehen, während xavier naidoo den moment musikalisch untermalt ruiniert.

d-licious

ich schaue mir ja selten bis gar nicht die intros diverser webseiten an, zu langweilig, zu lang und zu überflüssig. bei der seite zum neuen tenecious d film, kann ich es aber guten gewissens weiterempfehlen, sich die zeit zur sichtung zu nehmen. das intro stellt sogar den „the pick of destiny“-trailer ein wenig in den schatten.

aus cineastischer sicht erwarte ich keine offenbarung, aber gute unterhaltung garantieren die herren jack black und kyle gass auf alle fälle.

så som i himmelen

gestern war ich wieder dort. fast zwei stunden „wie im himmel“ von kay pollack. eine ordentliche leistung meinerseits, wenn man bedenkt, dass der film schon in der 39. (und wohl auch letzten) woche im konstanzer scala-kino läuft.

da der verweis aufs kino wohl für den großteil meiner leserschaft zu spät sein sollte, weise ich auf die im september erscheinende dvd von „wie im himmel“ hin. zu sehen gibt es zum einen, eine mitreißende geschichte über einen musiker, der fernab der großen bühne, in seiner heimat sein großes vergängliches glück findet. auf der anderen seite, sehen schweden-kenner-fans einen ica-markt, seelandschaften, bäume, schwedische häuser und vor allem: schweden. das sind diese sympathischen menschen, mit denen ich vor kurzem auch ein wenig alltag teilen durfte. und natürlich noch viel viel mehr. für die ohren gibt es feindosierten chorgesang.
ich möchte die gelegenheit auch nutzen um mich hiermit bei all denen zu entschuldigen, denen ich diesen film unwissend als „sister act auf schwedisch, ohne whoopi goldberg“ (mein erster eindruck nach der ersten trailer-sichtung) alles andere als schmackhaft gemacht habe. natürlich wird hier viel gesungen, aber hier geht es weniger um einen showeffekt chaotischer pinguine unterschiedlicher nonnen, als mehr um eine harmonie. eine schwedische harmonie. „der innere ton“, ganz ohne esotherik.

nicht nur bei „gabriella’s song“ kamen mir im kino die tränen (nebenbei bemerkt kamen mir auch die tränen, beim durchlesen der amazon-albumrezensionen, man wird doch nicht dieses schöne lied verschandelt haben?!), sondern auch in den momenten, die vor schlichter schönheit nur so strahlten. und davon gab es einige.
natürlich kommt der pathos auch nicht zu kurz, in nur einer einzigen szene übrigens.
der film erzählt viele geschichte: von einem heimkehrer, von unterschiedlichen formen der gewalt in der ehe, von einer dorfgemeinschaft und von zielen, die man sich und anderen steckt. aber vor allem „erzählt“ dieser film harmonie. ohne große worte, ohne viele worte. die musikalische 42.

nicht im bilde, aber in farbe … und bunt?

die clerks 2 ebnen offenbar die erneute rückkehr von jay und silent bob. dass muss ich mir mal am wochenende genauer ansehen… mit jersey girl habe ich kevin smith ja leider ein wenig aus den augen verloren. was kommt als nächstes? mallrats 2? chasing amy 2? dogma 2? naja solange jennifer lopez nicht mitspielt solls mir recht sein.

(gefunden)

„keep it gay“

soeben im kino gesehen: „the producers„!

unsynchronisiert. quasi (weil mit schwedischen untertiteln) original. was ich allen der englischen sprache mächtigen ans herz legen möchte. ich will hier nicht in den „die synchonisationen sind immer scheiße“-gesänge einstimmen, aber im deutschen sprachraum gibt es eben kein englisch mit deutschem akzent. und allein das „deutsch“ von will ferrell oder das „schwedisch“ von uma thurman sind es wert sich unbedingt der originalfassung zu widmen.

uma thurman heißt in dem film (imdb zufolge) übrigens „ulla inka hanson benson yanson tallen hallen swadon swanson“ (übersetzt etwa: ulla inga hanson benson janson … svenson) das ist ihr vorname und den schweden im kino einen kleinen lacher wert gewesen. ich musste immer an die erasmus-koordinatorin vor ort (und gleichen namens) denken… würde ich grübeln kommen schwärmte ich kurze zeit später von meiner zeit als tennisspieler. javist!

zurück zum film: er hat mich enttäuscht. er hat meine erwartungen leider nicht erfüllt. (erfüllen können?) zwischendurch waren mir meine schwärmereien für den film und vor anderen leuten, von denen mich dann auch noch zwei begleiteten, ein wenig peinlich.
(btw, ich hab das firefox ak-konzert sausen lassen)
da meine liquidität einen ersatz des kinopreises nicht ermöglichten, habe ich allerdings von kommentaren in diese richtung abgesehen (und wenn ihr das jetzt lest: so im nachhinein war der film doch gar nicht so schlecht).

schonmal eine taube den richtigen arm rechten flügel in die luft strecken gesehen??? das gibt es (nur) in dem film. the producers ist übrigens die verfilmung eines musicals das auf einem film (springtime for hitler) basiert und entsprung hirn-herz-humor des genialen mel brooks. die originalversion war sogar einen oscar wert.

die story lässt sich so zusammenfassen: zwei chaoten wollen scheiße bauen, verkalkulieren sich, müssen büßen und am ende wird alles gut. drumherum werden die nazis durch die braune soße den kakao gezogen und witze auf kosten von randgruppen (rentnerinnen, schwedinnen, homosexuelle und deutsche) gemacht. was braucht man mehr? am besten ein gewisses maß (call it niveau)… das jederzeit unterschritten werden darf und kann! das ist im film enthalten.
nicht das man mich falsch versteht. the producers war lustig mit vollkommen überzeichneten charakteren, die sämtliche denkbare schrulligkeiten besaßen und ausleben durften, ich habe nur den fehler gemacht die ansprüche zu weit nach oben zu schrauben. der „unterhaltungsfaktor“ war über zwei stunden enorm. die lachmuskeln waren fern von jeder erholung. deshalb kann ich, auch wenn ich enttäuscht aus dem kino gegangen bin, nur jedem empfehlen sich den film anzuschauen … man sollte sich aber einfach die ganze zeit überraschen lassen und nicht ständig erwarten.

und wer sich den film ansieht, sollte bis zum abspann in den kinositzen sitzenbleiben, dann gibt es auch nochmal mel brooks zu sehen

und jetzt alle:

zusammen! tillsammans!

im rahmen des austauschstudentenprogramms sendet die gewerkschaft (immer bereit!) jeden montag einen film in schwedischer sprache, um so etwas wie ein sprachverständnis zu schulen. nun kann man hierfür auch einfach in die uni gehen, aber nicht alle haben (wie ich) die chance, schwedischen vorlesungen folgen zu müssen dürfen.

heute also, gab es das „frühwerk“ von lukas moodysson auf die augen und (natürlich) abba auf die ohren. es war kein zufall, das mir während des films klar wurde, dass abba die lösung für alles ist, so dann auch in dem film. von hinten wie von vorn a-b-b-a.

die story dreht sich um eine familien-/kommunen-/liebes-komödie, die zwar auch beinahe-dramatische momente enthält, aber stehts aus einem wohlwollenden blickwinkel beleuchtet wird. zu zeiten der 68er war eben alles noch etwas bunter und letztendlich hatten sich doch auch alle irgendwie lieber. warum mir der film gefallen hat? vielleicht weil er so natürlich wirkte. den einzelnen charakteren wurde raum gegeben, sich zu entwickeln (oder aus der geschichte auszusteigen). es wirkte weniger wie ein film, sondern mehr wie ein besuch in der wg nebenan. zugegeben, ich selbst kenne keine wg, die in dieser form „funktioniert“, aber ein solch bunter haufen agiert die gesamten 106 minuten stets vorstellbar. selbst die freizügigkeit erschien nicht unnatürlich (remember: es ist ein schwedischer film). und zwischen den zeilen ein kleines bisschen schweden:

elisabeth: i’m a socialist now.
rolf: so am i.
elisabeth: no you’re not, you’re a social democrat, there’s a big difference