morrissey @ zitadelle

morrissey @ zitadelle
morrissey in der zitadelle/berlin, 18 juli 2011


ich staune immer mehr, wie sehr morrissey berlin gefällt. am ende seines konzerts in der zitadelle beschwerte sich big m zwar – zurecht – über mcdonalds, mcdonalds, mcdonals, mcdonalds1, ohne dabei burger king & co zu erwähnen, aber ansonsten gab es von seiner seite kein negatives wort. im gegenteil, der mozzer kommentierte2 und lautmalereite in den liedern vor sich hin. zu beginn des konzerts schien er sogar euphorischer als das zunächst unterkühlt wirkende publikum in berlin.
es waren zwar ein sehr kurzes konzert – unterm strich etwa 70 minuten lang. aber neben den ganz neuen songs, z.b. „action is my middle name“ oder „people are the same everywhere“, die live vom ersten ton an so viel besser klingen als hier3 und neuen alten sowie alten neuen klassikern, war die auswahl deutlich stimmiger als manch ein best of, dass mit oder ohne zustimmung von morrissey veröffentlicht wurde.
wer es bislang noch nicht erlebt hat, dem empfehle ich ein berlin-konzert von morrissey. falls die gerüchteküche nicht lügt, gibt es im herbst, dann natürlich wieder in der halle, die nächste gelegenheit. für mich wird es nach nun drei „heimspielen“4 langsam mal zeit, bei einem konzert in england vorbeizuschauen. doch seit heute ist immerhin das jahr 2011 gerettet. setlist reiche ich nach. (via):

i want the one i can’t have
you’re the one for me, fatty
you have killed me
speedway
scandinavia
ouija board, ouija board
people are the same everywhere
action is my middle name
alma matters
satellite of love
i know it’s over
everyday is like sunday
one day goodbye will be farewell
there is a light that never goes out
i’m throwing my arms around paris
meat is murder
irish blood, english eeart

first of the gang to die

*update* meine mit abstand miesesten morrissey konzert-bilder sind der vollständigkeit wegen online. da waren selbst die fotos vom stockholm-konzert besser. alle meine bilder von morrissey bei flickr.
inzwischen sind auch die ersten videos vom abend online, z.b.: „everyday is like sunday“.

hier hört man auch hervorragend raus, wie gut der sound abgemischt war.

  1. die nächste filialie ist keine 400 meter luftlinie entfernt.
  2. in maßen.
  3. „hier“ klingts natürlich nach mehreren durchläufen auch klasse. nur so als tipp, liebe labels.
  4. columbiahalle, tempodrom

4 Gedanken zu „morrissey @ zitadelle“

  1. ich fand das konzert echt, echt schlecht und enttäuschend. ein arroganter und gelangweilter morrissey, ein gelangweiltes publikum, eine viel zu kurze setlist und im vergleich zu dem was ich bekommen habe eine mit 50€ überteuerte eintrittskarte. die musik war langweilig präsentiert, da hätte ich mir besser die flippers anschauen sollen. ich will mein geld zurück.

  2. Also ich fand das Konzert richtig gut, besser als das letzte im Tempodrom. Kurz war es, aber in den letzten Jahren hat Morrissey eigentlich immer nur eine Stunde plus ein Lied Zugabe gespielt.

  3. naja, dass mir das konzert gefallen hat, sollte nach der lektüre meines textes klar sein, dass du @astrid da einen anderen eindruck mitgenommen hast, tut mir sehr leid. vielleicht hast du auch recht und ich bin zu sehr verblendet, aber für diesen monat, wenn nicht sogar für einen längeren zeitraum (ungefähr seit frank turner), war der montag abend musikalisch das unumstrittene highlight für mich. nachdem johnny von spreeblick einen allenfalls durchwachsenen abend in kopenhagen erlebt hat und ich tatsächlich besorgt war, dass es auch in berlin ein desaster geben könnte, bin ich weit mehr als nur angenehm und positiv überrascht.
    und natürlich: wenns nach mir ginge, würde morrissey nicht vor zwei stunden von der bühne gehen.

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