#ice871

wenn es irgendwann mal eine bahn-app für den mac gibt, dann hätte ich gerne die funktion, mit der ich sämtliche inhalte auf dem desktop per klick garantiert jugendungefährdend bekomme, die über die option bildschirmschoner oder bildschirm-ganz-aus hinausgeht und mir ein weiterarbeiten ermöglicht.
das soll nicht heißen, dass ich ständig jugendgefährdend surfe, aber man kann sich seine platznachbarn im zug ja nicht immer aussuchen und neugierigien kindern ist es nur schwer zu vermitteln, dass ihre augen nichts in richtung bildschirm zu suchen haben.

naiv?

feines aus dem erfinderladen: kickertrikot-set schweden

als vor ein paar wochen in berlin ein paar fußballfanclubs die inoffizielle deutsche kicker-meisterschaften der fußballfanclubs in berlin ausgespielt haben, waren die anhänger von st. pauli bestens vorbereitet. sie hatten nämlich die passenden trikots für ihre kicker-figuren zur hand. vielleicht haben sie diese aus dem erfinderladen. vielleicht auch nicht. aber auf jeden fall sind die trikots im erfinderladen erhältlich. feines aus dem erfinderladen: kickertrikot-set schweden weiterlesen

strom sparen mit vattenfall

dings wenn ich mir etwas zu essen koche, also jetzt nichts nach rezept, sondern was kühlschrank und supermarkt um die ecke hergeben, dann können problemlos mindestens drei personen davon satt werden. eine dosierhilfe für nudeln, reis und vor allen dingen für kartoffeln wäre heute ebenso hilfreich gewesen, wie etwas zurückhaltung meinerseits an der fleischtheke am fleischkühlfach. seis drum. es war zu viel. es reicht für morgen.
damit kann ich mich durchaus anfreunden. morgen habe ich bestimmt auch wieder hunger.
doch während ich die zutaten nach und nach zum gericht schickte, dachte ich mir, dass es ja schon was feines wäre, spontan ein paar menschen um mich zu sammeln, um ein urteil zu sprechen. im idealfall freunde und freispruch. aber unter der woche ist das so eine sache, mit fleischgerichten für manche ebenfalls. im heutigen fall blieb der gaumenkitzel leider aus, von daher ist es vielleicht ganz gut, dass das essen nur für mich war.

trotzdem: der idealfall ist verlockend. das zwanglose essen, ohne dabei beobachtet zu werden, ist nichts im vergleich zum geselligen beisammensein am esstisch.
für so etwas gab es tatsächlich auch schon einmal einen ansatz. „just hunger“ hieß die plattform über die sich menschen zu unterschiedlichen mahlzeiten zusammenschließen konnten. seinerzeit bin ich über robert basic ihm sein altes blog darauf aufmerksam geworden, hatte mich auch angemeldet, aber die plattform seitdem aus den augen verloren. just hunger ist zur zeit offline. doch natürlich schwirrt diese idee weiterhin durch die köpfe vieler menschen.

in schweden – hallo thomas?! – forciert nun ausgerechnet stromanbieter vattenfall die gemeinsame mahlzeit. natürlich ist dieser einsatz – analog zu entega – nicht völlig selbstlos. auch das argument, dass gemeinsames essen beim strom sparwn hilft, halte ich für etwas fadenscheinig. trotzdem bin ich durchaus bereit das engagement anzuerkennen. anstelle des mitteleuropäischen „just hunger“ hob man das skandinavische neighbor dining aus der taufe. oder soll ich sagen: hob man neighbor dining aus der taufe und trug es gleich wieder zu grabe?! denn auch auf der website kommt man ähnlich wie bei just hunger nicht weiter. aber das angebot gilt sowieso zunächst nur in schweden. hier ein video von luong lu, welches das konzept von neighbor dining näher erklärt:

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strom sparen hin, sozialisierung her. ehrlich gesagt wäre mein einsatz bei neighbor dining mit der anmeldung wohl erschöpft. wenn ich koche, dann wohl eher für freunde und nicht für fremde und wenn ich bekocht werden, dann entweder von mir bekannten menschen oder mit bezahlung meinerseits. aber andere sehe das vielleicht nicht so eng wie ich.

(via green responsibility)

dead or alive-poetry slam in konstanz

das konzept eines poetry slams begeistert bekanntermaßen ja nicht nur mich, sondern bescherte auch sarah kuttner eine sendereihe und auch jörg thadeusz lädt (hoffentlich auch weiterhin) ausgesuchte slammer und poeten ins kölner e-werk. die sprechstation brachte die idee an den kleinen mann vom bodensee und verdingt sich inzwischen auch in stuttgart und berlin. poetry slams sind noch lange nicht – verzeihung – totgeritten,1 aber manch ein autor, den die menschheit hervorgebracht hat, segnete bereits vor längerem das zeitliche. dieses manko darf – nachdem teilweise schon die verbannung in den schulunterricht in die irre führte – natürlich nicht zum endgültigen ausschluss aus dem wettbewerb führen. daher lädt die hochgeschätzte sprechstation am 16.01.09 zu einem dead or alive-poetry slam in das theater zu konstanz. schauspieler schlüpfen in die gewänder verstorbener dichter und treffen auf wortgewandte lebende dichter (darunter wehwalt koslovsky, fiva mc und lars ruppel). wäre ich vor ort, nichts würde mich von einem besuch abhalten.

einlass: 19:30 uhr, beginn: 20:00 uhr
der vorverkauf (9 euro, bzw. ermäßigt 7 euro in der schwarzen geiss und an der theaterkasse) startete bereits gestern

  1. es würde mich nicht wundern, wenn die literaturwissenschaftliche forschung gleich mehrere jahrhunderte geschichte zu dieser veranstaltung – selbstverständlich in abgewandelter form – zusammenfassen kann. ich erinnere nur an die salon-kultur rund um autoren der romantik.

b trifft blogger

der mir bis dato unbekannte blogger sebsn hat vor, ein jahr lang tag für tag blogger zu interviewen. das ganze läuft dann scheinbar unter dem motto 365 tage – 365 blogger. er sucht hierfür noch nach bloggern, die sich von vier fragen löchern lassen.
ich halte das ganze für eine sehr gute idee, wenn auch vielleicht ein zwei jährchen verspätet. und auch wenn es noch mehr arbeit bedeutet, wäre eine wiederholung dieser interviews nach bestimmten fristen sicher auch nicht uninteressant. von daher habe ich kein problem dort mitzumachen…

(via blogoscoop-blog)

tourimap

zum glück verdiene ich mein geld nicht mit touristen-führungen.
andernfalls müsste ich („touristiker 1.0„) jetzt oder in bälde die hände über den kopf zusammenschlagen und in schöner regelmäßigkeit „aber die umsätze“ rufen. mein blick würde sich sorgenvoll von der zukunft abwenden, denn alsbald könnte ein anbieter wie runmap/bikemap/mopedmap/wandermap/inlinemap (vulgo: toursprung) eine tourimap aufsetzen, in der für jeden ort auf der welt touristenführungen mitsamt links und infos eingetragen werden. der mensch von morgen, könnte sich mit seinem handy – bzw. dem bei sich befindlichen gerät, dass den zugang ins world wide web ermöglicht – dann einfach mit seinen nahestehenden oder seiner interessengemeinschaft ohne menschlichen guide durch den ort begeben.
andererseits: geselligkeit ist ja auch nicht zu unterschätzen und wenn jemand mit enthusiasmus und aus erfahrung plus angesammeltem wissen erzählt, gibt es so zumindest zwei triftige gründe, weshalb touristenführungen erhalten bleiben werden. vor allem, weil auch diese auf die information aus dem netz zurückgreifen können.
in diesem sinne ist es vielleicht doch gar nicht so schlecht sein geld mit touristenführungen zu verdienen… zumindest oberflächlich betrachtet.


sinnvolle feature für fußballvereine: der transferkorb

okay, das wikinger-projekt muss man beim fck wohl als gescheitert betrachten und abhaken. dank stefan kuntz blicken nunmehr eh alle beteiligten wieder optimistisch in die zukunft, aber vielleicht sollte es nicht nur beim sehnsüchtigen blick in richtung wirtschaftlicher sanierung und wiedereinzug in die erste bundesliga bleiben. vielleicht sollte man – auch angesichts der aktuellen transferproblematik um einen stürmer ball-ins-tor-schießer, bzw. westkurve-zum-ausrasten-bringer – doch nochmal den blick nach skandinavien schweifen lassen. genauer: zu hammarby if.
dort wurde ein üppiger zweiter topf mit geld angelegt um transfers zu finanzieren. wobei nicht nur der beste verein schwedens von den zusätzlichen spielern, sondern auch die geldgeber von den gewinnen profitieren. mehr steht bei hammarby.at. (hammarby.at befindet sich übrigens schon seit einer weile in meiner linkrolle. ein ausführliches hohelied auf die seite folgt beizeiten.)
schön ist auch, dass sich dort nicht nur zahlreiche wohlhabende einbringen, sondern dass auch weniger betuchte anhänger des vereins sich zusammenschließen und so ihren beitrag leisten dürfen/können. das wäre doch auch was für kaiserslautern? wenn man bedenkt, dass zum stadionfest schlappe 35.000 besucher auf den betzenberg pilgerten, dürfte sich da was machen lassen.