artikel mit dem schlagwort befindlichkeit:
nach ewigkeiten den verbotenen satz “ich bin blogger” gesagt. zwar alles mit “liest aber kein mensch” zu relativieren versucht, aber es war nichts mehr zu retten. der satz ist in der welt und klingt fürs erste wieder nach. (was mit diesem blogpost natürlich nicht unbedingt gedämpft wird) doch die begeisterung überkam mich. es muss was »»
jeder jeck ist anders. aber dieses jahr ist mir anders. deshalb gibts nichts zum karneval, nichts zum fasching und auch nix zur fastnacht. zwar befindet sich das nachthemd wieder in meiner unmittelbaren nähe, doch der hemdglonker ist inzwischen längst gelaufen. aber eine ausnahme erlaube ich mir doch. standesgemäß natürlich eine ausnahme mit musik.
zeit ist bekanntermaßen relativ und die zeitmessung ist es ebenfalls.
zur zeit vergeht kein tag, der mir nicht mit einem lied von den stars versüßt wird. das würde ich jetzt gerne so stehen lassen, aber ich werde gleichzeitig auch nicht das gefühl los, noch mehr musik hören zu müssen. am besten gleich zwei lieder gleichzeitig. zwei lieder gleichzeitig ging mit technomusik ganz hervorragend. beim auflegen »»
schade, dass es heimat nicht als tablette gibt. denn ich kenne gegenwärtig kein besseres sedativ. das mag auch damit zusammenhängen, dass mir sedative an sich eine große unbekannte sind, aber fern der heimat, würde die richtige dosis zur zeit sicher etwas mehr erholung bringen. während dort keine grenzen gezogen werden (können), sind die räume hier »»
tocotronic – im zweifel für den zweifel
“the five ghosts”, das aktuelle album der stars, ist bald schon ein jahr veröffentlicht, aber erst jetzt bahnen sich die lieder ihren weg in mein gehör. ach was sage ich. die lieder bahnen sich ihren weg direkt in mein heart dead heart herz. bei cbc radio gibt es dead hearts (nach wie vor) als mp3 »»
jetzt kann ich es ja sagen. in den letzten monaten setzte bei mir eine gewisse blogmüdigkeit ein. also jetzt nicht in direktem bezug auf meine bloggerei, auch wenn es manche sich vielleicht wünschen oder andere es denken würden. es geschah mehr in bezug auf andere blogs.
ausreise beantragt. ganz ohne voting.
“jag ser måsarnas flykt jag ser solglittrets dans jag ser framåt mot härliga tider jag ser kvinnornas steg jag ser ögonens glans jag har tron på mig själv på min sida” verdammt nochmal! scheiße! aufstehen!
dieser blogger ist nicht perfekt. was anderes wurde nicht behauptet. ich könnte es auch nicht ernsthaft vertreten. dafür kennen meine freunde genug meiner schwächen. ich kenne sie nicht nur, ich mühe mich mit ihnen auch ab.[1, also mit meinen schwächen, nicht mit meinen freunden. mit freunden verbrachte zeit hat nichts mit "abmühen" zu tun.] heute, »»
die sterne so: wo ist hier. die regierung dann: es ist hier. olli schulz mahnt: keiner hier bewegt sich. bernd scherzt: ich hab nichts erreicht außer hier.1 hannes wader seufzt: heute hier morgen dort. oasis dann: be here now. die tocos so: wir sind hier nicht in seattle, dirk. tocos legen nach: hier ist der »»
musik ist: “ich funktioniere nicht mehr” von superpunk auf dem weg zur arbeit zu hören und dabei zu lächeln. internet ist: anschließend an einem ort einchecken und champion zu sein.
etwas mehr als drei jahre liegen zwischen einem abend in konstanz und heute. ich bin fast erschrocken, als ich dieses gedächtnis-protokoll gelesen habe. seitdem ist viel zeit vergangen, viel anders verlaufen und irgendwas verloren gegangen… vielleicht auch nur verschüttet. aber ich bin mir gerade nicht so sicher, ob ich da was freischaufeln soll, will oder »»
tocotronic war eine chimäre, morrissey eine buchstabenfolge aus dem bravo-kreuzworträtsel. schulzeit… zum glück bin ich älter geworden.
(ist der) rasierer jetzt kaputt (oder was) – check gott, was sieht der bitter aus – check mehr ränder als augen und die unterlaufen – check ein blick auf den typ vom balkon gegenüber – anyone? vielleicht ist jemand gestorben? – um gottes willen, nein. vielleicht ist er 30 geworden? – check doch auf einmal »»
hang zur neigung gerade eben ist am rosa-luxemburg-platz eine (zugegebenermaßen) attraktive blonde mittzwanzigjährige in die u2 eingestiegen. an sich dennoch nichts bemerkenswertes, aber ihre schönheit wurde getoppt durch drei wörter die ein plakat in ihren händen zierte: “hang zur neigung!” was für eine wunderschöne beschreibung von befindlichkeiten! ein mir bis dato unbekannter stefan müller dürfte »»
“schenk du uns die drinks ein, ich schütte dir mein herz aus” (gisbert zu knyphausen – erwischt) symbolfoto stellvertretend
wäre ich patriot in einer unverkrampften art und weise, mir würde wohl das herz aufgehen, wenn ich die inbrunst eines cacau beim singen der nationalhymne sehe. im unterschied zu mir traf er eine bewusste entscheidung und gab sein bekenntnis zu diesem land auch noch (hoch-)offiziell. uns beide würde die leidenschaft für dieses land einen. nun »»
mit welchem pech wird eigentlich glück im tippspiel aufgewogen? die gleichung spiel = tippspiel geht nicht auf, denn da steckt doch mehr dahinter. ergo kanns nicht die liebe sein. oder irre ich mich? aber abgerechnet wird ja eh zum schluss. dann muss man wohl auch nicht mehr von glück reden… das pech aber bleibt.
mit tocotronic aufgewacht mit kettcar erwachsen geworden mit olli schulz herumgealbert mit morrissey durch den alltag mit oasis durch die nacht mit hello saferide geflirtet mit tomte im paradies, wenn es ein leben nach dem tod gibt. ohne anspruch auf vollständigkeit. wie das echte leben, quasi. mal sehen ob ich es in einem jahr noch »»
“wir denken immer, wir können das leben aussitzen” (leander haußmann @ thadeusz)
völig aus dem zusammenhang gerissen und trotz der gewissheit, dass sich das alles wieder ganz schnell ändern kann, muss ich an dieser stelle einfach mal sagen, dass es mir gut geht.


kommentare
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