#2013 ade #2014 ole

wenn ich dem jahr 2013 etwas vorwerfen könnte, dann vielleicht, das nun nicht mehr so viel zeit bleibt, um es zu würdigen. verdammt ging das schnell vorbei. wie im flug. und dieses jahr saß ich immerhin ein paar stunden im flugzeug, weiß also wieder, wovon ich rede. #2013 ade #2014 ole weiterlesen

mourning story

1. weihnachtsfeiertag, deidesheim – machen wir uns nichts vor. mit 92 kann man sich nicht mehr alles erlauben. „plötzlich“ ist so ein beispiel. plötzlich verstirbt man nicht, in dem alter, das viele nicht erleben. für „unerwartet“, der kleine bruder von „plötzlich“, gilt das gleiche: mit der zeit hat man sich an so vieles gewöhnt, dass man sich zwar noch gerne überraschen lässt, aber unerwartet passiert da nichts mehr. mourning story weiterlesen

können sie das groß machen bitte?!

„können sie das groß machen bitte?!“ stellten superpunk aus hamburg vor über sechs jahren in den raum.
für fans war das understatement pur. für alle anderen war es eine rhetorische frage. im guten wie im schlechten. leider oder zum glück. können sie das groß machen bitte?! weiterlesen

casper – xoxo

das neue album von casper habe ich mir aus vielen gründen gekauft, aber aus einem ganz bestimmt nicht: weil ich hiphop-fan bin. das war vielleicht mal, aber meine wertschätzung für hiphop verhält sich wie die toten hosen zu punk. nostalgisch. manchmal wehmütig, aber nicht mehr teil meiner gegenwart.
das gilt alles nicht für casper. der mann ist die gegenwart… vielleicht auch ein wenig zukunft. casper – xoxo weiterlesen

calleth you, cometh i: the ark @ festsaal kreuzberg

nach 20 jahren heißt es nun abschied nehmen von the ark. hierzulanden hat man in berlin im festsaal kreuzberg die möglichkeit einen letzten blick auf die jungs um ola salo zu werfen und der handgemachten musik zu lauschen. es gibt nur ein problem: calleth you, cometh i: the ark @ festsaal kreuzberg weiterlesen

für susi

für susi, für moppel (unbekannterweise) und für die haustiere, die ein fester teil einer familie sind:

susi hatte seinerzeit mehr als mein halbes leben mit mir unter einem dach gewohnt. anfangs hat sie auf mich aufgepasst und selbst kurz vor dem ende schob sie wache, wenn herrchen (oder frauchen) mal gesundheitlich angeschlagen waren. eine treue seele, für die ich mir wünschen würde, dass es reinkarnation gibt. nun ist sie schon länger weg, als sie zeit mit mir verbracht hat… aber eben nicht ganz.

(via detailverliebt)

i’m dreaming of a…

es ist der erste september, da wird man doch wohl schon an weihnachten denken dürfen, oder? immerhin lief ich im frühen august in heidelberg bereits an lucky strike werbung vorbei in der die packungen weihnachtshüte aufhatten. zugegeben august ist nun wirklich etwas voreilig, aber lucky strike ist ja immer so hübsch ironisch gebrochen…

wie auch immer. es ist der erste september und damit weihnachten ja quasi vor der tür. wie jeses jahr habe ich noch keine weihnachtsgeschenke gekauft, ich nehme es mir aber vor. wirklich!

der adventskalender könnte dieses jahr in stiller tradition einmal mehr eine kiste beck’s bier werden (24 x 0,33l! danke olli, jetzt ist die überraschung dahin)…
… sofern mir niemand einen anderen kalender bastelt(!!!). ja, ich spüre förmlich, wie in mir schon die weihnachtsstimmung hochkocht. der duft von glühwein und zimtplätzchen liegt mir in der nase, die ohrwürmer dudeln mit glöckchen und wohin ich auch sehe, überall rentiere. wird nur zeit, dass es mal wieder schneit. aber schnee hatte ja dieses jahr schon für zweidrei jahre.

oja, das erste weihnachtsfest nach stockholm. da fällt mir ein, das st. lucia noch auf meiner „zu erleben“-liste steht. dieses jahr müsste ich mich allerdings so langsam an die planung machen, allerdings stehen dem noch andere vorhaben im wege. aber irgendwann. vielleicht nach dem nächsten midsommar, das wäre super. aber wie weit liegt jetzt schon midsommar zurück und in welcher ferne das kommende? kommt das auch wirklich? wir haben doch bald weihnachten…

es werden immer weniger tage. und eh man sich versieht, ist es auch schon wieder vorbei. das war ja früher anders. also nicht das vorbei-sein, aber da konnte man sich nicht schnell genug versehen. das war ja schon eine quälerei, als mein einen ganzen tag lang warten musste, dass man das nächste kalendertürchen öffnen durfte. und heute?
aufstehen – zur uni – in die stadt – ins bett – hallo weihnacht.
aber ich schweife ab. überhaupt ist der ganze text hier ein einziges abschweifen. und der schwedische fußballverband ist daran schuld. der macht (mindestens seit) heute werbung für einen adventskalender:

julkalender

das war nun also der startschuss. frohe weihnachten…

zum gestrigen abschied

ich glaube wir haben viel gelacht. früher. als ich noch nichts von der welt verstand und du noch etwas lauter gesprochen hattest. in all meinen erinnerungen sehe ich dich lachen. dabei gab es wohl genug gründe ernster zu kucken. aber du hast gelächelt. auch später, da lag das lächeln nicht nur auf den lippen, sondern auch in den worten, die du immer leiser an deine umwelt gerichtet hast, die ich jedoch immer besser verstand.

du hast dir fremdsprachen beigebracht, als dein körper dir langsam die bewegungsfreiheit nahm. du hast irgendwann sogar verstanden, was es mit dem zivildienst auf sich hatte. zwar erst, als dir andere zivis zur seite stehen mussten, aber für diese einsicht hätte ich dir sogar noch mehr zeit gegeben.
du hattest viele vögel, alle hießen hutschi und hatten nummern. wenn der eine ging, kam ein nächster. sie haben immer so schön gesungen als ich zu besuch war. sie saßen im käfig am fenster und erfreuten sich an der aussicht bis ein tischtuch dem kanarienvogel seiner zeit die nacht brachte. ich haben jedem hutschi gerne zugesehen, am liebsten, wenn sie ein vogelbad nahmen, aber auch wenn sie ihre körner aßen oder wenn sie wasser aus ihren töpfchen tranken…

weißt du, gestern schien die sonne, als wir dich auf deinem letzten weg begleiteten. danach saßen wir zusammen und haben viel gelacht. auch wenn du häufig einen schritt neben solchen anlässen standest, hättest du sicher auch wieder gelächelt.

machs gut, onkel leo.