bald sage und schreibe 4 jahre her: i’m from barcelona auf dem popaganda 2006
2006 stellten i’m from barcelona ihre freunde vor (mit anderen worten: let me introduce my friends für mich ein sicheres fünf punkte album). vergleichen mit dem aktuellen projekt war das eine kurze angelegenheit. nach dem etwas weniger euphorischen und mitunter spannungsarmen “who killed harry houdini?” kündigt sich allmählich album nummer 3 an. es heißt: “27 songs from barcelona” und in anlehnung an kiss im jahr 1978 (verdammt, da war ich ja nichtmal gebohren) vertonte jede und jeder der inzwischen 27-köpfigen band (es gab auch mal zeiten mit satten 30 mitgliedern) einen der vielen songs. begleitet mit einem schicken artwork für jedes stück, gibt es die lieder seit dem 27. januar tag für tag als mp3 gratis zum download auf der eigens geschaffenen 27 songs from barcelona-seite. die buschtrommeln in kleinbloggersdorf kündeten diese aktion zwar bereits letztes jahr an, doch vielleicht wusste eine oder einer meiner geschätzten leser noch nicht davon?!
eine erste populärmusikalische überaschung des neuen jahr 2010 ist für mich owl city. davon lässt sich zweierlei ableiten: ich bin gar nicht mehr so wirklich auf dem laufenden was “neue” musik angeht, denn immerhin machte fireflies bereits im vergangenen jahr die runde und zum anderen, dass ich zwar ein myspace-profil habe, aber davon so gut wie gar kein gebrauch mache. denn wann immer andere auf das synthie-pop-projekt von adam young zu sprechen kommen, ist gleichzeitig auch die rede von über 6 millionen “plays” von nur einem song auf dem owl-city-myspaceprofil. irgendwie kommen derlei hausmarken gar nicht mehr bei mir an. schon eher finde ich bemerkenswert, dass es myspace überhaupt noch gibt.
um sich ein bild von dem lied zu machen, findet man auf dem youtube-kanal von universal-label vertigo übrigens folgendes machwerk:
das weihnachtsfest wurde im schorleblog zumindest von seiner musikalischen seite bislang etwas vernachlässigt. zwar fand bereits “last christmas” in seinen schöneren, weil geremixten facetten, einen verbalen anklang, aber dieser song kann ja nicht alles gewesen sein, nicht wahr?!
eben. seit jahren listet beispielsweise craig von swedesplease schwedische popsongs mit bezug zum weihnachtsfest fein säuberlich mit download-link auf. darunter – selbstverständlich – ein song von hello saferide. jedes jahr wächst die masse an liedern an. man muss nicht immer ein ausgewiesen schwedophiler mensch sein, um an daran gefallen zu finden. zugegebenermaßen kann es bei manchen songs wiederum nicht schaden.
mitten aus berlin kommt feine hamburger musik, ein lied mit weihnachtsbezug und das andere tendentiell weihnachtlich. ein lesenswertes interview mit heike makatsch auf laut.de machte mich auf “frohes fest… i don’t wanna fight tonight” von ihr und max schröder aufmerksam. das schwungvolle lied gibt es gratis als download auf der myspace-seite von der hund marie (einfach auf den entsprechenden banner klicken). entstanden ist das lied rund um die aufnahmen für das kinderlieder-album “die schönsten kinderlieder“, das ich in zukunft den jungen eltern in meinem umfeld ans herzen legen werde.
den anderen song gibt es ebenfalls auf dem von mir schon seit jahren vernachlässigten myspace gratis. hierzu muss man auf die profilseite von olli schulz gehen und auch auf den entsprechenden banner klicken. danach gibt es “merry christmas” zu hören und als mp3. quasi die antwort auf “frohes fest” von den fantastischen vier.
und wenn man schon nicht alles selbst macht, darf man immerhin getrost aufatmen. da schwingt noch sehr viel wut in der musik von tocotronic mit. das neue album “schall & wahn” muss sich nahtlos in dei reihe der großartigen platten der hamburger/neu-berliner einreihen. anders gehts nicht.
und eine tour gibt es auch mit der “schall & wahn tour 2010″:
“in berlin everything is nice” (morrissey, tempodrom 16.11.2009)
große worte eines großen mannes.
mehr zu meinem zweiten morrissey-konzert, in diesem jahr und in berlin d.h. fotos, setlist, anekdoten rund um die swords-tourstation in der hauptstadt (hoffentlich) morgen in kürze
this charming man
black cloud
when last i spoke to carol
is it really so strange?
ganglord
i’m throwing my arms around paris
ask
irish blood, english heart
one day goodbye will be farewell
death at one’s elbow
because of my poor education
cemetry gates
the world is full of crashing bores
why don’t you find out for yourself?
teenage dad on his estate
how soon is now?
the loop
don’t make fun of daddy’s voice
i’m ok by myself
-
something is squeezing my skull
kein halbes jahr nach dem morrissey konzert in der columbiahalle zu berlin, beehrt der mozzer am 16.11.2009 erneut die hauptstadt mit einem auftritt. und der devise folgend “never change a running system” sind doll & the kicks aus brighton, england erneut vorband, nur der venue ist ein anderer. dieses mal steht die bühne im tempodrom. das ganze läuft dann unter dem banner der “the swords tour 2009“, passend zur veröffentlichung der “swords“-compilation1 am 30. oktober.
so fühlt sich also älter werden an. es ist noch gar nicht so lange her, dass ich meine eltern belächtelte, als sie für ein konzert der netrebko beinahe 100 euro für eine karte auf den ladentisch legen wollten. für diesen preis wollte ich mir damals allenfalls das southside-festival erlauben. und nun erleichterte ich meinen geldbeutel um weit mehr als 100 euro für (immerhin noch) zwei konzerte von morrissey. mal sehen, ob ich mich dieses mal wieder bei den t-shirts zusammenreißen muss, oder ob ich am ende doch noch mit einem t-shirt-motiv von “i’m throwing my arms around paris”-single im alltag glänzen werde. vielleicht hole ich mir zur abwechslung aber auch mal ein für smiths/morrissey-vehältnisse schönes shirt.
mañana in bielefeld. in berlin sahs zwischendurch auch so aus.
mañana aus basel spielten vergangenen mittwoch im dot club berlin. ihre tour durch deutschland mitsamt dem tourmanager of doom fand hier in der hauptstadt einen krönenden abschluss.
… vor einer überschaubaren menge an publikume zwar, aber dafür um so souveräner.
für die einen spielten die baseler shoegazer pop, für mich spielten sie die musik, die chris martin geschrieben hätte, wäre er von gwyneth paltrow verlassen worden um danach bei den shout out louds sein glück zu suchen aber nicht zu finden und deshalb mit peter bjorn & john im studio gelandet. “berliner blau” strahlt mehr als die ausgefuchste stadthymne von tierliebhaber peter und soll nur als das beispiel schlechthin herausgegriffen werden. sänger manuel bürkli jedenfalls verliert sich in angenehmer weise in der musik, die einen vom ersten moment an packt und auf die beine stellt aber auch zu überraschen weiß. denn manchmal kann es vorkommen, dass eine liebgewonnene harmonie noch im lied auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt wird, so das keine langeweile aufkommt. auch wenn der letzte ton des abends nunmehr seit 5 tage verklungen ist, wird von den fünf sympathischen eidgenossen mit seltsam anmutendem bandnamen noch zu hören sein… spätestens morgen.
die chronistenpflicht wurde von mir in der vergangenheit häufiger vernachlässigt.
das ist mir allerdings erst aufgefallen, als e mich gestern anrief und von den vorkommnissen rund um oasis berichtete. weil auf meinem blog nicht nichts zu lesen war, gab es für sie einen kurzen hoffnungsschimmer, dass bei oasis noch alles beim alten sei.
das macht mich ein wenig stolz, vielleicht sogar verlegen. und ich schäme mich, dass mir die nachricht von dem ende von oasis (zunächst) nur einen retweet wert war.
vielleicht lag es aber auch daran, dass sich eine gewisse routine rund um die zukunft der gallagher-brüder einstellte, auch wenn liam und noel in der jüngeren vergangenheit erstaunlich friedlich wirkten. es ist ja nicht die erste krise. es ist auch nicht der erste knall.
nur weil die band inzwischen so viel veröffentlicht hat und die geschichten und die brüder sämtliche mythen rund um rock’nroll durchlebt haben (vom drogentod gott sei dank einmal abgesehen), wirkt diese meldung nun etwas ernster.
wie geht’s jetzt weiter?
ich kann mir ja gut vorstellen, dass wir in ein paar jahren nochmal von oasis hören werden. aber ich befürchte, dass ein verzweifelter versuch liams, oasis ohne noel am leben zu halten die geduld und vorfreude strapaziert.
ganz besondern leid tut mir der oasis split sowohl für die rock am see veranstalter als auch für das publikum. das line up 2009 war lange nicht mehr so stimmig bis zur trennung von oasis. dass deep purple dann die ersatzband geben mussten, unterstreicht das ausmaß der katastrophe.
*update* das ausmaß der katastrophe bringt auch ein foto von rock am see visuell auf den punkt.
vor über einem monat war ich schon von “wohin mit dem hass?” aus der feder von jochen distelmeyer begeistert, nach dem dazugehörigem video bin ich es nach wie vor und ein stückchen mehr. aber seht selbst:
ich hoffe sehr, dass dies nur eine kurze vorab-tour ist und die “richtige” konzertserie erst noch folgt, aber: hello saferide kommt für drei konzerte nach deutschland:
24. september 2009 – berlin/ magnet club
25. september 2009 – münchen/ atomic café
26. september 2009 – hamburg / reeperbahnfestival
für berlin und hamburg verlost das vertigo-webteam jeweils zwei karten. viel erfolg bei der verlosung und viel spaß auf dem konzert, das ich ebenso wie das von funny van dannen am 26.09. im astra – inzwischen eh ausverkauft – “nur” von italien aus verfolgen kann und werde.
zweimal werden wir noch wach, dann gehts zum open air festival unterm dach.
klingt komisch, ist aber so und mir gerade eingefallen. teilweise. ich erhebe aber keinen anspruch auf originalität. das entsprechende label steht eher den machern vom berlin festival zu. diese haben die immer wieder aufkommende frage nach einer geeigneten festival-lokalität heuer mit dem ehemaligen flughafen tempelhof beantwortet. es wird zwar nicht gleich eine besetzung des tempelhofs werden, aber vielleicht ergibt sich nun an diesem ort eine möglichkeit der institutionalisierung. denn anders als viele andere open airs festivals ist dieses bei frischer luft nahezu wetterfest. die ausladende überdachung macht es möglich. und anders als bei vielen open airs verzichten die veranstalter auf einen camping-bereich, obwohl sich ihnen ein enorm großes areal geradezu anbietet. andererseits: übernachtungsmöglichkeiten bietet berlin auch so schon genug und jeder potentielle besucher von außerhalb hat sicherlich den einen oder anderen bekannten, bei dem er oder sie übernachten kann.
ich persönlich freue mich auf kilians, the thermals, the rifles, dendemann. ich bin gespannt auf bodi bill, deichkind, jarvis cocker und lasse mich gerne vom tatsächlichen erscheinen eines petepeterdoherty überraschen. und da jeweils das freitag- und samstag-programm keine grenzen zu kennen scheinen, werde ich die gelegenheit nutzen mich abseits meiner running order auf den aktuellen stand zu bringen.
gut ding will weile haben. und wenn das gut ding sich mit der frage “wohin mit dem hass?” ankündigt, dem ganzen im september die single “lass uns liebe sein” folgt und das am 25.9. erscheinende album “heavy” heißt?
dann wird mir die weile allmählich zu lang. mehr als zwei jahre nach blumfeld darf jochen distelmeyer von mir aus gerne mal die schlagzahl erhöhen… so wie es “wohin mit dem hass?” tut. sehr sehr fein!
zugegeben, mit schwedisch hat sich annika norlin aka hello saferide (artist-seite bei laut.de) sowieso eher zurückgehalten und dafür gleich ein eigenes musikprojekt gestartet2, aber da sich dem immergut 2009-auftritt nun eine veröffentlichung von more modern short stories from hello saferide (amazon partnerlink) im sommer (genauer: ab 7.8.2009) anschließt und im herbst eine tour durch deutschland folgen wird, erschien es den fleißigen bienchen von universal nur passend der englischsprachigen hello saferide-website eine hello saferide-webseite in deutscher sprache zur seite zu stellen.
wer sich den künstlerinnen-newsletter der plattenfirma abonniert erhält übrigens den code für umusic.me über den es den song “arjeplog” als gratis-mp3 zum download gibt.
es wird zeit, dass der herbst kommt.
ich mag es, wenn sich richtungen ändern. ich mag es, wenn menschen überraschen. ich mag es, wenn menschen dinge über board werfen, oder zumindest kurz loslassen, und sich etwas anderem mit einer leidenschaft widmen, die man zuvor so gar nicht erwartet hätte.
das heißt zwar nicht, dass ich dann auch das mag, was diese menschen tun, aber bei dennis lisk (lesenswertes interview auf laut.de), ist das der fall. denyo begleitete mich als absoluter und beginner an sich ein paar jahre, in denen ich auch mal mit hiphop flirtete, aber es blieb eben nur ein flirt. mit seiner musik unter bürgerlichem namen und gitarrenmusik könnte sich das durchaus ändern. die erste single lass los (mp3-link bei amazon) hat zwar seine schwächen in den strophen, aber der rephrain ist zum mit der zunge schnalzen. sein debütalbum suchen & finden erscheint am kommenden freitag.