beat your habits #1: mach deinen fernseher kaputt (fast)

wenn ich anglizismen verwende, wissen menschen, die mir nahe stehen, dass die kacke am dampfen ist oder sie akzeptieren, dass ich mir gerade irgendetwas in den kopf gesetzt habe. von „beat your habits“ habe ich bislang noch nichts erzählt. nada. gar nix.

„beat your habits“ ist ein zwölf-teiliges projekt, dass ich mir für 2015 vorgenommen habe. die zwölf teile kommen nicht von ungefähr, denn sie lassen sich hervorragend auf die monate im jahr aufteilen. so herrscht wenigstens etwas ordnung in meinem chaos leben. nun ist der erste monat vorbei und die frage steht im raum: was war das jetzt eigentlich? natürlich ist es irgendwie klar, dass ich etwas gegen meinen strich bürste, aber was denn nun genau und was ausgerechnet im januar?
für den januar hatte ich mir vorgenommen, den fernseher nicht einzuschalten. das ist mir mit drei ausnahmen auch sehr gut gelungen. glücklicherweise hatte ich mir im vorfeld meiner „beat your habits“-kampagne ausnahmen für die regeln ausgedacht:
ausnahme 1: mediathek ist kein fernseher
ausnahme 2: fernseher von freunden zählen nicht
ausnahme 3: fernseher in kneipen sind ebenfalls nicht zu berücksichtigen
ausnahme 4: tatort ist okay
die ersten zwei ausnahmen habe ich eigentlich nur für den tatort und die heute show definiert. & weil ich anfangs der heimischen internetverbindung nicht getraut habe, habe ich ausnahme 4 eben gleich an drei sonntagen angewendet. davon abgesehen blieb der fernseher abends kalt. morgens habe ich schon länger die sendeangebote des öffentlich rechtlichen fernsehens nicht mehr berücksichtigt, was mir anfangs einen früheren arbeitstag bescherte, nun den ersten gelungenen kaffee des tages ermöglicht/garantiert.
abends bedeutet das, dass ich wieder wesentlich mehr zeit im internet verbringe (und nur dadurch lässt sich auch die renaissance meines blogs erklären) und pro7 ab 20.15 uhr im allgemeinen und tv total im speziellen mit eine zuschauer weniger auskommen muss. „ich bin ein star holt mich hier raus“ ist dieses jahr ebenfalls komplett an mir vorbei gesendet worden. dadurch sind mir vielleicht 1-2 tolle indie-songs abhanden gekommen und der eine oder andere tiefgründige gag, (kein aber).
ansonsten genieße ich die freizeit jenseits des einen bildschirms und die gewonnene zeit und lebensqualität geht dabei drauf, wie ich vor einem anderen bildschirm sitze. da muss ich euch und mir nix vormachen. ob ich nun richtung tv blicke, und dabei der rechner läuft, oder in richtung tv blicke, ohne dass der rechner läuft, macht keinen große unterschied. aber mein blog ist der beweis dafür, dass es sehr wohl einen unterschied macht, ob beim blick auf den rechner der fernseher läuft oder nicht. weil das eine hintergrundrauschen nun wegfällt, höre ich auch wieder (noch) mehr musik. das hat 31 tage so gut funktioniert, dass ich den fernseher nun eigentlich auch gleich in den keller stellen könnte.

damit wären wir bei „beat your habits #2“: im februar muss ich aufräumen. ich weiß allerdings nicht wie. ich habe aber noch 27 tage zeit, mir dazu die passenden gedanken zu machen und diese in die tat umzusetzen. dass für diese aufgabe ausgerechnet der kürzeste monat des jahres herhalten muss, ist natürlich reiner zufall.

(der titel für diesen blogpost ist mir gerade eben spontan eingefallen. beinahe hätte ich irgendwas mit 30 days challenge getitelt und damit die plumpeste denkbare ehrerweisung verwendet. fakt ist allerdings auch, dass ich schon bei der lektüre der ersten selbstgewählten herausforderung von matt cutts dachte, dass das doch sicher auch für mich wäre. endlich setze ich das auch in die tat um.)






(nicht nur) krümmelmonster aufgepasst: hier gibts cookies. more information

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