bezaubernd

mein kinojahr begann unlängst mit einem fantastischen film:

the prestige

ein werk, das auch an anderer stelle ausführliche würdigung erfährt. im besten falle, ohne viel von der geschichte zu veraten.
um so dankbarer ist die analogie zwischen der magie der zauberei und der des films. bekannte tricks langweilen, bekannte filme nicht (annähernd so schnell). jede wendung der geschichte könnte hier stehen und trotzdem bietet die leistung, die inszenierung genug anlaß ins kino zu gehen. man kann noch so viele kritiken lesen, auf überraschungen vorbereitet werden, man darf sich auch getrost während der vorführung eigene geschichten zurecht legen und trotzdem bleibt bis zur letzten sekunde eine spannung, wie sie nolan schon mehrmals inszenierte, andere regisseure jedoch nicht oft zu halten in der lage sind. die von christian bale (alfred borden) und hugh jackmann (rupert angier) dargestellten magier duellieren sich auf immer höherem niveau und nehmen keine rücksicht auf andere, die zwischen die fronten geraten. glänzend dargestellt („die anderen“, nicht „die fronten“) von unter anderem scarlett johansson und michael caine. david bowie (der mich optisch enorm an ricky gervais erinnerte) überzeugt ebenfalls als kauziger erfinder. wie auch schon bei memento kommen die sich auftuenden abgründe besonders schaurig grausam zu geltung. offenbar ein nolan-trademark
die schönste täuschung beginnt ganz zu beginn und hört auch nach dem abspann nicht auf. nach der beschreibung der fünf stufen des alkohols drei akte eines zaubertricks (the pledge – the turn – the prestige) heißt es:
„now you’re looking for the secret… but you won’t find it because you’re not really looking.“
der satz könnte den ganzen film lang mahnend über der leinwand stehen, es würde nichts helfen. die täuschung geht auf.

ein kritikpunkt muss dann aber doch sein: wenn in der übersetzung (keine ahnung, wie es sich im original anhört) „the prestige“ ständig „prestigio“ mit italienischer modulation ausgesprochen wird, wieso nimmt man dann das englische „prestige“ als titel?

gollum spielt übrigens auch mit.






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