das leben in stockholm – aus praktischer sicht

wie versprochen, die fortsetzung zu: warum eigentlich schwedendie vorgeschichtedas ankommen

ich habe kein konto in schweden eröffnet. das kostete mich zwar bei jedem bankomatenbesuch gebühren, ein verzicht auf ein bier in der kneipe kompensierte diese aber wieder. bierverzicht in schweden fällt bierliebhabern nicht schwer. und so lange man es vermeiden kann, in den staatlichen alkoholläden („systembolagets“) einzukaufen, was mir bis kurz vor schluss auch gelang, lebt der geldbeutel in der ehemals teuersten stadt europas ebenfalls viel gesünder.
braucht man ein konto in stockholm? ich würde sagen: nein. für fünf monate lohnt sich der aufwand nicht. abgesehen von der monatlich zu bezahlenden miete fallen keine kosten an die nicht auch mit kreditkarte/ec-karte beglichen werden können. anders sähe dies sicherlich bei einem aufenthalt von zwei semestern aus. (an dieser stelle muss ich anmerken, dass ich nach 3 semester studium der bwl zur philosophie gewechselt habe)

ein arztbesuch blieb mir glücklicherweise erspart, deshalb halten sich die erfahrungen hier auch in grenzen. auf einer orientierungsführung über den universitätscampus, der im sommer zu längeren spaziergängen durchaus einlädt, wurde jedoch auf den universitätsarzt verwiesen. im falle eines falles sicher die ideale erste anlaufstelle.

über das orientierungsprogramm der ersten woche muss eigentlich nicht viel gesagt werden. es ist ein gutes. allerdings haben meines erachtens alle studenten sich für stockholm entschieden, was die notwendigkeit der standortwerbung minimiert (noch dazu in der schwedischen hauptstadt, noch dazu in der stadt, in die es auch die meisten schweden zieht).
zum vergleich gestaltet sich ein orientierungsprogramm für bwl studenten in einer stadt wie beispielsweise freiberg/sachsen ungleich schwieriger, weil in zvs-zeiten nur eine minderheit diesen ort frei wählte. in der stadt am fuße des erzgebirges musste die fachschaft zwei wochen lang die leute bei laune halten, bis sich jeder einigermaßen wohlfühlte. in stockholm strahlten die meisten studenten von vornerein neben sympathischer neugier absolute zufriedenheit aus.

kennengelernt haben sich die meisten dann auch sehr schnell. die meisten, die ich anfangs kennenlernte konnten ebenfalls kein schwedisch. das englische vokabular entstaubte zusehends. aber damit war ja zu rechnen. das war so beabsichtigt.
in schweden spricht auch jeder mensch englisch, es war also auch nicht so schlimm die landessprache nicht sprechen zu können. sobald die einheimischen bemerkten, dass es an der sprache haperte (hapern könnte), schalteten sie höflich von sich aus auf englisch um. dieser umstand sollte diejenigen, die schwedisch sprechen können, nicht entmutigen. mit geduld, höflichkeit und engagement erreicht man in schweden alles. auch die konversation in schwedischer sprache – so jedenfalls meine erfahrung.
zur pflege von kontakten und zur verbesserten koordination eignet sich der kauf einer pre-paid-karte für das handy. die universität empfiehlt stets den tele2-tarif comviq kompis. im sinne des geldbeutels empfielt es sich, dem auch folge zu leisten. ein festnetzanschluss auf dem campus solna ist nicht vorgesehen, allerdings auch nicht nötig. viele schweden melden inzwischen ihren festnetzanschluss ab oder melden erst gar keinen an. für gespräche nach hause empfiehlt sich inzwischen die mitunter kostenlose internet-telefonie. wer keinen laptop sein eigen nennt und/oder niemand auf dem campus kennt (kennenlernt?!), der den laptop ausleihen würde, könnte mit der einer guthabenkarte auf das der allgemeinheit zugängliche telefon in der waschküche zurückgreifen.






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