„dear god please help me“

hat er aber nicht!

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vor etwa drei stunden war das konzert von morrissey im stockholmer hovet schon wieder vorbei. eine ganze zugabe hat er gespielt. und während ich gerade die setlist des abends suche, stolpere ich über die erste rezension von stockholm city. die wertung: drei (von fünf) punkten. offenbar konnte sich jemand vor lauter hektik nicht auf den abend einlassen.
die euphorie war an diesem abend allerdings tätsächlich nicht so spürbar wie seinerzeit bei oasis, aber was heißt das schon?! oasis war mehr kindergarten, was heißen soll, dass der dortige altersdurchschnitt locker 6-8 jahre unter dem moz-schen musikabend lag.

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heute gestern abend saßen im nicht ganz ausverkauften stadion friedliche menschen um mich, die größtenteils bei trennung der smiths tränen geheult haben oder sich zu damaligen zeiten in den pubs geprügelt haben (weil sie alt genug dafür waren), und dann eben ich, der den zugang zu den smiths noch nicht so ganz perfekt vollzogen sieht (scheiß kopfgewichse), aber ob „you are the quarry“ und „ringleader of the tormentors“ erfuhrchtsvoll vor steven patrick morrissey niederkniet. (in einem morrissey spezial der metro ging man ausführlich auf das sexualverhalten des herren ein, allerdings ist mir das schwedische vokabular nicht wirklich geläufig. an anderer stelle steht auch etwas dazu).

mozza

klar im vordergrund stand natürlich der sänger selbst. seine band traute sich gegen ende des konzertes allerdings auch mal häufiger in die 3 mal 20 meter auslaufzone von morrissey. das sah dann auch schon recht organisch aus. moz (darf ich den überhaupt so nennen?) plauderte zwischendurch immer mal wieder mit dem publikum, dass in höflicher zurückhaltung die ein und andere reaktion vermissen lies. paradebeispiel die frühe bitte dem leadgittaristen ein lautes „uioioioioi“ zu spendieren, als er diesen vorstellte. daraufhin spendeten die zuschauer lediglich applaus. als morrissey später seine lieblingsschokolade (plopp) nannte, kam diese allerdings geradewegs auf die bühne geflogen.

wer noch ein morrissey-konzert vor sich hat, darf getrost noch ein stückchen mehr ausrasten. der mann ist tatsächlich in seinen besten jahren…

moz-mearch
merch :-) unter den höschen wurde irgendwann auch die neue cd angepriesen

vorband waren übrigens the boyfriends aus london, die bisher beste vorgruppe, die ich in stockholm erlebt habe, das heißt aber nichts, hörte sich aber trotzdem gut an (der stempel, wie auch die musik) – as album werde ich mir aber nicht zulegen. ein paar weitere randnotizen gibt es hier und ach ja, die playlist (gefunden):

the first of the gang to die
still ill
you have killed me
the youngest was the most loved
reader meet author
i have forgiven jesus
i will see you in far off places
my life is a succession of people saying goodbye
girlfriend in a coma
let me kiss you
life’s a pigsty
trouble loves me
how soon is now?
at last i am born
i just want to see the boy happy
irish blood, english heart
last night i dreamt that somebody loved me

4 Gedanken zu „„dear god please help me““

  1. Dein Blog ist sehr gut von Google erfasst. Ist es schwer, in Schweden zu einem Konzert zu gehen? Ich meine, wenn du kein Schwedisch kannst, wie bestellst du dann die Karte? Und bekommst du die Karte nach Deutschland geschickt? Und wie sieht das mit Frankreich aus? Ich höre auch die Toten Hosen. *g* Ich habe woaders in deinem Blog gelesen, dass du sie früher öfters gehört hast. Oder noch immer? Ich habe in diesem Gardian Interview gelesen, Morrissey sei jetzt lockerer geworden. Auf mich wirkt er aber nicht wirklich glücklich, wenn ich ihn so auf YouTube anschaue.Da wirkt er in den Videos und Interviews aus den 80ern glücklicher und mehr bei sich selbt. Was ist dein Eindruck?

  2. hui, ganz schön viel fragen. hier meine antworten:
    an karten zu kommen ist auch ohne schwedisch-kenntnise kein problem, denn jeder ticket-händler dort verfügt über englisch-kenntnise (das gilt auch für den schwarzmarkt). geschickt bekomme ich gar nichts, denn zu der zeit – immerhin leider zwei jahre her – hab ich die karten vor ort gekauft. würde ich tickets online bestellen, ginge es wohl via ticnet.se (als ich das letzte mal dort war, gab es auch eine englische version der seite, wenn ich mich nicht irre)
    dth sind – von sympathien abgesehen – eigentlich ein abgeschlossenes kapitel für mich. zwar verfolge ich nach wie vor campinos weg hier und dort, nur ziehe ich zur musikalischen untermalung meines alltags andere songs von anderen bands vor.
    und was morrissey betrifft, denke ich, dass er so glücklich ist, wie es ein morrissey sein kann. in der öffentlichkeit eher nicht, privat eher schon. (in münchen ließ er durchblicken, dass es ihm gut geht)

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