mind the gap

ein abend im confrontation camp!

the soundtrack of our lives @ nalen

himmel … gleich noch ein untertitel. der 1. märz bot reichlich alternativen, aber für mich gab es keine wirklich wahl, ich musste the soundtrack of our lives sehen. nachdem ich sie schon mehrfach verpasst habe, zuletzt beim visions anniversary festival in stuttgart. diese band, die nicht lieder sondern große rock’n’roll-epen spielen, mit denen ich in nur zwei minuten schon eine tanzfläche leergespielt habe (um sie gleich danach wieder zu füllen … fürs protokoll), nur weil die leute pathos nicht ertragen haben.
sechs schweden in ihrem heimatland, nach einer us-tour, vor einer mehrmonatigen pause, mit neuem bassisten, eigentlich … nun ja … interessante vorraussetzungen.im nalen war ich zu dieser gelegenheit auch das erste mal, hübscher laden mit hoher sehr hoher wahnsinnig hoher decke und ganz viel atmosphäre darunter. das publikum dazu angenehm durchmischt und der eintrittspreis mit 295 kronen im rahmen.

nalen

doch vor dem vergnügen gab es erst einmal langeweile. in sachen vorbands fehlte mir hier bisher noch ein echtes schlüsselerlebnis. auch the whyte seeds vermochten den zuschauern nur höflichen applaus abzuringen. die „john mcenroes des rock“ wirkten auf mich eher so spannend, wie anna kournikova erfolgreich tennis spielte (anna sah aber mit ganz viel abstand besser aus). die band ist wohl eher was für leute, die bisher den fahrenden zügen hinterherwinken mussten. der sound klingt dabei mehr nach draisine. „bold as love“, das neue album, das wohl möglicherweise (weil schweden-hype), dann noch in deutschland landen könnte, ist alles andere als bold und auch nicht kursiv, geschweige denn unterstrichen.

sieht irgendwie ...

nach kurzer umbaupause füllte sich der saal dann merklich und die band betrat die bühne. ebbot hatte sein predigergewand an und noch bevor er ein wort an die menge richtete schon das erste weinglas (!) bier gefüllt und geleert. die menge nahm es freudig zur kenntnis und eine riesen nervensäge neben mir zum anlass alle fünf minuten seinen scheiß-plastikbecher in richtung sänger zu richten oder alternativ luftgitarre zu spielen. dazu hat er nach schweiß blut und tränen und tabak gestunken, irgendwann noch eine kippe im mund (zur erinnerung: rauchen ist hier in öffentlichen räumen verboten) und einfach nur … genervt. penetrant. ausdauernd. es gibt also auch in schweden: idioten!
natürlich könnte man jetzt fragen, wieso ich nicht den platz gewechselt habe, zumal ich direkt vor den gitarrenboxen stand und kaum gesang gehört habe. daraufhin würde ich dann antworten, dass ich zum einen eben eine guten platz hatte – vom nebenmann einmal abgesehen – und den mädels neben mir ein wenig deckung geben wollte (nein spaetzlescheich, dass ist nicht so gemeint, wie du es jetzt liest! das gilt auch für die, die jetzt grinsen müssen). die mimik und gestik der mädels in richtung nervensäge, nachdem ich dann kurz vor dem ersten abgang dann doch meinen platz gewechselt habe, honorierte meine opferbereitschaft im nachhinein.
ja okay, also ich hab von den lauteren lieder epen also kaum etwas verstanden. eine der lautsprecherboxen für die gäste hing etwa einen meter über mir und vor mir stand ein weiterer völlig irrer schwede (aber weitaus sympathischere) gitarrist. es gab also hauptsächlich guten anschauungsunterricht und ein mächtiges pfeifen in den ohren für den heimweg. zum ersten mal. offenbar ein erster dezenter hinweis, vielleicht doch mal über ohrstöpsel nachzudenken.

the soundtrack of our lives @ nalen

zwischen den liedern gab es einiges an kommunikation zwischen der band und dem publikum (notiz an mich: „learn the words“). „big time“ zu spielen war leicht überflüssig, das spürte/wusste so ziemlich jeder. nach seinem kölner bühnensturz am dritten visionsfestivalabend in der dritten stadt hätte sich rampenwampe ebbot auch beinahe in stockholm zwischen bühne und absperrung danieder gelegt, es ging aber gerade nochmal gut. vielleicht wollte gott mich nur in meiner position bestätigen, denn vor dem beinahe-sturz, hatte ebbot der nervensäge neben mir auch noch das mikro vor die nase drückt. ich zitiere: „ooooh grunz blabla hui iiii rülps“, ein jammer, dass sich der kerl aufgrund diverser biere (oder was weiß ich noch für drogen) am nächsten morgen wohl kaum an diesen abend erinnern konnte.
ja, der typ hat mir eigentlich ziemlich den abend versaut
die show war insgesamt recht euphorisch. die arme habe ich mehrfach richtung himmel decke gereckt, der körper wippte hinterher und trotz nervensäge die mundwinkel blieben konstant oben. drei mal kam die band zurück auf die bühne und zum abschluss gab es „ace of spades“. um kurz nach 0 uhr war der abend dann gelaufen. ich hoffe mal, dass ich fürs nächste tsool-konzert nicht wieder nach stockholm muss, auch wenn ich natürlich nichts dagegen hätte sie erneut „vor (schwedischem) ort“ (isv vor der haustür) zu sehen.

wunder der technik
schau mir in die linse…

was kommt als nächstes? es sieht verdammt nach we are scientists im debaser aus… ich bin gespannt.






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